Nachhaltigkeits-Reihe 3/4: Öko-effiziente Produktion

Nachhaltigkeits-Reihe 3/4: Öko-effiziente Produktion

PALFINGER beschäftigt sich als gewachsenes Familienunternehmen bereits seit Jahren mit dem Thema Nachhaltigkeit. Es wird bei uns als Querschnittsmaterie verstanden und selbstverständlich in den unterschiedlichsten Bereichen gelebt. Bereits für 2003/04 veröffentlichte PALFINGER seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht. Im März diesen Jahres haben wir eine vier-teilige Blogreihe gestartet, um unsere verschiedenen Nachhaltigkeitsbereiche vorzustellen: Verantwortungsbewusster Arbeitgeber, Faire Wirtschaft, Öko-effiziente Produktion und Nachhaltige Produkte. Der dritte Blogbeitrag ist dem Thema „Öko-effiziente Produktion“ gewidmet.

Die ersten zwei Blogbeiträge verpasst? Hier finden Sie den Beitrag zu „Verantwortungsbewusster Arbeitgeber“ und den zu „Faire Wirtschaft“.

Zukunft gestalten. Verantwortung leben.


ÖKO-EFFIZIENTE PRODUKTION BEI PALFINGER

Umweltschutz wird bei PALFINGER groß geschrieben. In der Produktion sowie bei unseren Produkten wird neben Qualitäts- und Sicherheitsrelevanten Kriterien, auch die Umwelt betrachtet. Demnach sind Energieeffizienz und Klimaschutz im gesamten Produktionsprozess relevant. Wir sind uns unserer ökologischen Verantwortung bewusst und haben uns aus Eigeninteresse heraus das Ziel gesetzt fortlaufend sparsam und wirtschaftlich mit Ressourcen umzugehen, aktiv zum Klimaschutz beizutragen und Energieverbrauch fortlaufend zu optimieren.

Effiziente Nutzung von Rohstoffen

Rohstoffe_DEPALFINGER setzt in der Produktion Rohstoffe wie Stahl und Aluminium ein. Rohstoffe machen allgemein bei uns circa 9 Prozent der Gesamtkosten aus. Daher ist deren effiziente Nutzung umso wesentlicher für unseren wirtschaftlichen Erfolg. PALFINGER’s Produkte sind zum Großteil aus Stahl gefertigt, Aluminium wird bei unseren Ladebordwänden eingesetzt. 2015 wurden insgesamt 82.818 Tonnen Stahl sowie 1.781 Tonnen Aluminium zur Herstellung unserer Hebe-Lösungen verbraucht.

Stahl und Aluminium schlagen sich deswegen so hoch im Gesamtkostenanteil nieder, weil sie unter anderem hohe Energieintensität bei der Herstellung haben, bzw. die damit verbundene Entstehung von Treibhausgasen eine Rolle spielt. Aus diesen Gründen allein ist die effiziente Nutzung aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht von Wichtigkeit. Die für die Produktion von Stahl benötigte Energie und die daraus resultierende Emissionen übersteigen bei weitem jene, die bei PALFINGER direkt anfallen. Die kontinuierliche Optimierung von Verschnitt und Ausschuss ist uns ein großes Anliegen, um die Entstehung von Stahlschrott zu reduzieren. Verschnitt fällt nur in unseren Produktionswerken an, eine weitere Optimierung ist nur noch minimal möglich.

Gefährliche Abfälle

Gefährliche Abfälle_DEIn unserem Fertigungsprozess entstehen die folgenden gefährlichen Abfälle: Abfälle aus Lackieranlagen, Galvanikschlämme, Hydrauliköl, sowie Schmier- und Kühlmittel. In den vergangenen Jahren haben wir einen Zuwachs in der Menge von gefährlichen Abfälle verzeichnet. Dies ist nur zum Teil durch die Ausweitung der Produktion begründet. Es muss bedacht werden, dass bei PALFINGER die Wertschöpfungstiefe um einiges erhöht wurde, wodurch die gefährlichen Abfälle überproportional im Vergleich zum Konzernumsatz gestiegen sind. Das Ziel einer jährlichen Reduktion um 1,8 Prozentpunkte konnten wir demnach leider nicht erreichen.

Mittlerweile können für nahezu alle Produktanwendungen wasserlösliche Lacke eingesetzt werden. Dies stellt eine gute Alternative zu Lösungsmitteln in Lacken dar, auch wenn sie in der Regel allerdings Mehrkosten bedingen. Seit 2014 wenden wir ökologische Mindeststandards bei den Ausschreibungen für Lackieranlagen an. Bei Neuinvestitionen müssen Anlagen auf die Eignung für den Einsatz mit wasserbasierten Lacken überprüft und gegebenenfalls umgestellt werden.

Energieeffizienz

Energieeffizienz_DEPALFINGER ist ein metallverarbeitendes Unternehmen und demnach kein Teil der energieintensiven Industrie. Dennoch ist die Verbesserung unserer Energiebilanz ein ständiger Begleiter in der laufenden Produktionsoptimierung. 2015 betrugen die Energiekosten der PALFINGER Gruppe 6,7 Mio EUR, der Gesamtenergieverbrauch stieg auf 165 Mio kWh. Gründe dafür waren die Aufnahme neuer Standorte sowie der Produktionsanstieg. Wir haben uns seit 2014 das Ziel gesetzt eine jährliche Verbesserung unserer Energieeffizienz um 1,8 Prozentpunkte zu erreichen. Der PALFINGER Energieeffizienzindex zeigt, wie sich das Verhältnis von Energieverbrauch pro Umsatz über die Jahre verbesserte. Unser festgelegtes Ziel wurde 2015 mit 4,25 Prozentpunkten um ein Vielfaches übertroffen. Die Steigerung der Energieeffizienz hat im Grunde drei Ursachen: 1. Bessere Auslastung unserer Werke, 2. Energiesparmaßnahmen und 3. Geringerer Heizbedarf durch einen vergleichsweise warmen Winter in Europa und Nordamerika.

Klimaschutz

Treibhausgas-Emissionen_DEKlimaschutz ist ein weiteres Thema mit welchen wir uns im Nachhaltigkeitsbereich „Öko-effiziente Produktion“ befassen. Dabei analysieren wir die klimawirksamen Emissionen, die durch den eigenen Energieverbrauch bewirkt werden. Einbezogen werden sämtliche Emissionen unserer Werke aus Elektrizität, Erdgas, Diesel, Benzin, Flüssiggas, Butan, Propan und anderen Energiequellen. Insgesamt wurden 2015 rund 66.590 Tonnen CO2-Äquivalente von PALFINGER verursacht. Die klimarelevanten Emissionen stiegen letztes Jahr stärker als der Gesamtenergieverbrauch. Dies ist hauptsächlich mit der Energieversorgung der neu aufgenommenen russischen Standorte zu begründen. Bezogen auf den Umsatz verbesserten sich die Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozentpunkte.

Die hier dargestellten Treibhausgas-Emissionen entstehen durch den Energieverbrauch in unseren Produktionswerken. Diese stellen aber natürlich nur einen kleinen Teil der insgesamt bewirkten Emissionen dar. In diesem Fall wiegen die vorgelagerten Emissionen in der Lieferkette weitaus schwerer, insbesondere die von Stahl. Die effiziente Rohstoffnutzung ist für uns aus ökologischer Sicht daher auch ein wichtiger Beitrag für die nachhaltige Entwicklung. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch die CO2-Emissionen in der Anwendung von PALFINGER Produkten jene der Emissionen unserer Werke um ein Vielfaches übersteigen. Aufgrund der Vielzahl von PALFINGER Produkten und deren unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten kann jedoch keine quantitative Abschätzung der Klimaeffekte aus der Anwendungsphase heraus getroffen werden.

Umwelt- und Energiemanagement

2015 führten wir eine Umweltschutzrichtlinie ein, welche konzernweit einheitliche Standards festlegt und nun garantiert, dass an allen Fertigungs-, Montage- und Vertriebsstandorten ein umfassendes Umweltmanagement etabliert ist. Die Richtlinie reguliert folgende Bereiche: Energie, Abfall, Wasser, Umweltrecht, Umwelt-Notfall-Vorsorge sowie umweltschutzbezogene Schulung und Kommunikation. Weiterhin wird der Prozess folgendes beinhalten: die Erfassung von Umweltkennzahlen, die Bewertung der Umweltleistung, die Erstellung eines lokalen Umweltprogramms sowie die Überwachung der Maßnahmenumsetzung.

Coverbild_InternetHaben Sie Interesse für mehr bekommen? Dann schauen Sie doch einmal in unseren Integrierten Geschäftsbericht. Ab Seite 89 erfahren Sie mehr über die „Öko-effiziente Produktion“ von PALFINGER.

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